Das Holz macht süß

Kennst du Situationen in deinem Leben oder Menschen die verbittert und dadurch „ungenießbar“ sind? Vielleicht erlebst du in deinem eigenen Leben gerade Bitterkeit. Wie dem auch sei, ich habe heute gute Nachrichten für dich: Diese Bitterkeit kann sich in eine schmackhafte Süßigkeit verändern. Was für eine Transformation! Von einem grünen ekeligen Gesöff zu einem leckeren süßen Cocktail. 😉

Manchmal schaue ich mir alte Menschen an und frage mich, wie sie früher mal ausgesehen haben und wie ihr Leben so war und wie es in ihrem Herzen aussieht. Ich finde es interessant, dass einige ältere Menschen frisch und hübsch aussehen und eine Ruhe und Zufriedenheit ausstrahlen. Und andere wiederrum auf irgendeine Art „hässlich“ sind und eine negative Ausstrahlung haben. Weißt du was ich meine? Verstehe mich bitte nicht falsch, es geht mir nicht darum, ob jemand eine schöne Nase hat oder nicht. Ich nehme einfach nur den ersten Eindruck und die Ausstrahlung wahr. Oft sieht man die tiefe Bitterkeit eines Menschen an. Und das bestätigt sich dann, wenn ich mir erlaube, ihnen beim Reden (z.B. im Bus oder im Cafe) zuzuhören. Ich höre, wie sie die ganze Zeit nur negativ reden.

Eine Bitterkeit die oft auch gut begründet ist weil schlimme Dinge in dem Leben dieser Menschen passiert sind. Wir kennen das, in dieser Welt werden Menschen verletzt und entäuscht. Aber ich möchte davor warnen, diese Bitterkeit zu behalten. Sie ist wie Gift. Es vergiftet unser Leben, die Lebensfreude und sogar die Atmosphäre um uns herum. Es gibt Menschen bei denen man gerne ist, weil sie fröhlich und positiv sind und es gibt Menschen, bei denen man nicht so gerne ist (manchmal auch ganz unbewusst) weil sie viel negativ reden. Negatives Reden vergiftet die Atmosphäre.  (Das durfte ich z.B. auch in der Ehe lernen. Ich habe mir abgewöhnt, laut zu jammern, weil ich germerkt habe, das es unsere Familienstimmung negativ beeinflusst)

Wir wollen nicht über bittere Menschen urteilen sondern ihnen helfen und für sie beten. Denn sie brauchen Heilung und die Kraft der Vergebung durch Jesus Christus. Die Fähigkeit des Los-lassens. Aber auch wir selber müssen wachsam bleiben, dass sich keine Wurzel der Bitterkeit ins uns wächst. Dabei ist es wichtig, dass wir lernen Vergebung und Dankbarkeit zu praktizieren. Es schützt unser Herz und macht uns frei.

Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit. (Römer 3:14)

Sein Mund ist voll Fluchens und Truges und Bedrückung; unter seiner Zunge ist Mühsal und Unheil. (Psalm 10:7)

Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit. (Epheser 4:31)

indem ihr darauf achtet, dass nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leide, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch beunruhige, und viele durch diese verunreinigt werden (Hebräer 12:15)

denn ich sehe, dass du in Galle der Bitterkeit und in Fesseln der Ungerechtigkeit bist (Apostelgeschichte 8:23)

Puh! Das war jetzt eine lange Einleitung. Das war so gar nicht geplant. Kommen wir nun zur eigentlichen Bibel Szene, die ich in diesem Artikel aufzeigen wollte.

Das Wasser war bitter …

Nach der Überquerung des roten Meeres kam das Volk Israel an einen Ort namens Mara. Dort war das Wasser bitter. Das ist übrigens auch die Bedeutung von dem Ortsnamen „Mara“. Das Volk murrte mal wieder. Das hat auch etwas mit Bitterkeit zu tun. Heute nennen wir es eher „negatives Reden“ oder „Jammern“. Wie redest du? Unser Mund sollte ein Brunnen des Lebens sein und nicht vergiftet von Bitterkeit. (siehe Spr. 10,11). Aber weiter zur Szene aus 2. Mose 15:26

Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man es Mara.Da murrte das Volk gegen Mose und sprach: Was sollen wir trinken?

Er aber schrie zum Herrn, und der Herr zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde das Wasser süß. Dort gab er ihnen Gesetz und Recht, und dort prüfte er sie;

und er sprach: Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, eifrig gehorchen wirst und tust, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren fasst und alle seine Satzungen hältst, so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt! (2.Mose 15:22-27)

Ich denke es ist kein Zufall, dass das hier an einem Ort namens Bitterkeit stattfindet. Und es ist interessant zu sehen, dass in Verbindung damit, Gott von Krankheiten aus Ägypten (=der Welt) spricht. Ein Grund für einige körperliche Krankheitsfälle ist Bitterkeit. Das erkennt sogar die Welt an. Gott möchte nicht das du bitter und krank wirst. Er möchte dich frei, gesund und fröhlich sehen. Was ich sehr ermutigend finde, ist, dass Gott sich genau an dieser Stelle auch zum ersten mal als Arzt offenbart. Gott ist dein Arzt. Ist das nicht cool? Du bist nicht allein. Wenn du Wunden und Verletzungen von Menschen in deinem Herzen hast, die zur Bitterkeit führen, ist dort ein liebender Gott – dein Vater im Himmel – der die Wunden seiner Kinder verbindet und heilt. Trage jegliche Bitterkeit nicht mit dir rum sondern lass dich gesund lieben und frei machen. Und all das passiert durch das Evangelium. Durch das vollbrachte Werk von Jesus. Sein Blut ist die Kraft zur Vergebung. Es ist übernatürlich. Nur durch Jesus und sein vollbrachtes Werk am Kreuz können wir richtig vergeben. Vor kurzem habe ich ein Video gesehen, wo die Eltern den Mörder ihres Kindes vergeben haben. Die Welt versteht das nicht und fragt sich „Wie ist das möglich? Wie kann man nur?“. Aber zwei Dinge passieren dort. Das harte Herz des Mörders wird geöffnet und hoffentlich befreit und das freie Herz der Eltern wird nicht von der Bitterkeit gefangen genommen. Hier das Video:

Okay, wieder zurück zur unser Bibel Geschichte aus 2. Mose. Wie ist das bittere Wasser letzendlich süß geworden? Ich zitiere …

und der Herr zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde das Wasser süß.

Das Holz steht hier für das Kreuz. Und das Kreuz wiederrum steht für Vergebung. Vergebung und Versöhnung hat das bittere Wasser wieder süß und schmackhaft gemacht.

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft; (1. Korinther 1:18)

Wie können Menschen vergeben? Durch das Kreuz!
Wenn du also über etwas oder gegen jemanden Bitterkeit empfindest, ist es Zeit, loszulassen! Es wird sich auf deine Gesundheit und auf deine Lebensfreude positiv auswirken. Jesus ist dein Heiler und sagt heute zu dir: „Ich kann dein bitteres Wasser wieder süß machen 😉 “ Jesus möchte deine Krankheiten aber auch dein gebrochenes Herz heilen.

Lasst uns auch Menschen um uns herum, die mit Bitterkeit zu kämpfen haben, nicht als „der redet immer nur negativ“ abstempeln sondern sie im Namen Jesus und in der Kraft des Blutes lieben und ihnen helfen, durch das Los lassen und durch Vergebung wieder ein freies fröhliches Herz zu bekommen.

Ich muss zugeben, dass mich früher (und manchmal immer noch) Leute genervt haben, die dazu neigen, negativ zu reden. Aber nun sehe ich auch das Gefängnis der Bitterkeit und die Verletzungen dieser Menschen. Ich möchte ihnen nicht mehr einfach aus den Weg gehen und schlecht von ihnen denken, sondern – wenn es dran ist – ihnen helfen, Gottes Liebe und Vergebung zu erfahren.  Nicht vergessen, egal wie stark die Wurzel der Bitterkeit in einem Menschen sein mag, das Werk am Kreuz von Jesus macht jedes Wasser wieder süß.

Ein Kommentar zu „Das Holz macht süß

  1. Vergebung ist wohl die schwerste Prüfung Gottes, die wir zu bestehen haben. Ich hoffe und bete, dass es mir immer wieder gelingen wird. Amen

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